Welche verschiedenen Arten von Schläuchen gibt es?

2026/08/26
Neuester Unternehmensblog über Welche verschiedenen Arten von Schläuchen gibt es?

Wenn Menschen nach „Welche verschiedenen Arten von Schläuchen und Tuben gibt es?“ suchen, fragen sie meist nach Schläuchen, die in industriellen, medizinischen, Lebensmittel- oder anderen Bereichen verwendet werden.

In der Kosmetikverpackungsindustrie bezieht sich der Begriff „Tubing“ bzw. „Tuben“ jedoch im Allgemeinen auf flexible Tubenverpackungen zur Aufnahme von Cremes, Lotionen, Gelen, Reinigungsmitteln, Sonnenschutzmitteln und anderen Körperpflegeprodukten.

Zu den gängigen Arten von Kosmetiktuben gehören:

  • Extrudierte Kunststofftuben
  • Einschichtige Tuben (Monolayer-Tuben)
  • Koextrudierte Tuben
  • Verbundtuben / Laminattuben
  • Aluminium-Kunststoff-Verbundtuben
  • Vollkunststoff-Verbundtuben
  • Aluminiumtuben
  • PCR-recycelte Kunststofftuben
  • Biobasierte Tuben
  • Airless-Tuben
  • Applikatortuben

Die verschiedenen Tubentypen unterscheiden sich erheblich in Materialstruktur, Barriereeigenschaften, Flexibilität, Erscheinungsbild, Kosten, Produktkompatibilität und Nachhaltigkeit.

Für Kosmetikmarken lautet die wirklich wichtige Frage nicht:

„Welche Tube sieht am besten aus?“

sondern vielmehr:
„Welche Tubenstruktur passt am besten zu meiner Formulierung, der Dosier- bzw. Entnahmemethode, der Markenpositionierung, dem Herstellungsprozess und den Nachhaltigkeitszielen?“

Beispielsweise kann für eine herkömmliche Feuchtigkeitscreme eine einfache PE-Kunststofftube ausreichen, während bestimmte Sonnenschutzmittel oder umweltempfindliche Rezepturen eine Tubenstruktur mit stärkeren Barriereeigenschaften erfordern.

Wenn eine Marke der Recyclingfähigkeit Priorität einräumt, kommen Monomaterial-Tuben oder PBL-Strukturen (Plastic Barrier Laminate) in Betracht.

Wenn eine Marke mehr Wert auf eine erstklassige Optik und optimalen Produktschutz legt, sind Hochbarriere-Verbundtuben eine geeignete Wahl.

Das Verständnis der verschiedenen Tubentypen vor der Auswahl der Verpackungsmaterialien hilft Marken daher, das Risiko von Problemen zu minimieren, wie z. B.:

  • Schlechte Dosierbarkeit / Entleerung
  • Leckagen
  • Übermäßige Produktrückstände in der Tube
  • Inkompatibilität zwischen Rezeptur und Verpackungsmaterial
  • Unverhältnismäßig hohe Verpackungskosten.

1. Extrudierte Kunststofftuben

Kunststoff-Quetschtuben gehören zu den gängigsten Tubenarten in der Kosmetik- und Körperpflegeindustrie.

Sie bestehen typischerweise aus Polyethylen (PE), einschließlich verschiedener Typen wie LDPE und HDPE.

Einige Tubenkörper oder Verschlüsse können auch aus PP-Material hergestellt sein.

PE-Tuben sind weit verbreitet, da sie folgende Vorteile bieten:

  • Gewichtsreduktion
  • Gute Flexibilität
  • Langlebigkeit
  • Vergleichsweise gut kalkulierbare Kosten
  • Geeignet für die Massenproduktion

Die weichere LDPE-Struktur ermöglicht ein leichteres Ausdrücken, während eine steifere Struktur eine bessere Formstabilität bietet.

Extrudierte Kunststofftuben eignen sich für:

  • Gesichtsreiniger
  • Gesichtscremes
  • Feuchtigkeitscremes
  • Körperlotionen
  • Haarpflegeprodukte
  • Sonnenschutzmittel
  • Gelprodukte

Für Marken, die Weichheit, einfaches Ausdrücken und Kosteneffizienz suchen:

Kosmetiktuben aus Kunststoff sind oft eine praktische Wahl.

Allerdings sind die Barriereeigenschaften herkömmlicher Kunststofftuben nicht mit denen von Tuben mit speziellen Verbundstrukturen vergleichbar.

Wenn die Rezeptur empfindlich auf Sauerstoff, Licht oder andere äußere Einflüsse reagiert, muss daher genau geprüft werden, ob eine Tube mit höheren Barriereeigenschaften erforderlich ist.

2. Einschichtige Kosmetiktuben (Monolayer-Tuben)

Einschichtige Tuben haben einen relativ einfachen Wandaufbau, bei dem typischerweise ein einziges Polymermaterial als Hauptkomponente verwendet wird.

Ein Vorteil dieser Struktur ist:

Einfacher Materialaufbau.

Für Produkte, die keine besonders hohen Barriereeigenschaften erfordern, kann eine einschichtige PE-Tube völlig ausreichend sein.

Zum Beispiel:

  • Klassische Feuchtigkeitscremes
  • Gesichtsreiniger
  • Körperpflegeprodukte
  • Badeprodukte
  • Tagescremes

alle diese Struktur verwenden.

Ihr Hauptvorteil liegt in der Einfachheit.

Die grundlegende Verpackungsfunktionalität kann ohne zusätzliche, komplexe Barriereschichten erreicht werden.

Jedoch gilt:

Eine einfache Struktur ist nicht automatisch besser.

Wenn die Rezeptur empfindlich auf Sauerstoff, Licht, Feuchtigkeit oder Duftstoffverlust reagiert, ist eine Struktur mit höheren Barriereeigenschaften meist besser geeignet.

3. Koextrudierte Tuben

Koextrudierte Tuben sind Tubenstrukturen, die durch die gleichzeitige Koextrusion mehrerer Schichten unterschiedlicher Materialien entstehen.

Eine typische Struktur ist:

PE + EVOH-Barriereschicht + PE

EVOH verfügt über hervorragende Sauerstoffbarriereeigenschaften und wird daher gerne für Kosmetikverpackungen verwendet, die einen höheren Barriereschutz benötigen.

Koextrudierte Tuben können je nach Produktanforderung mit einem mehrschichtigen Aufbau gestaltet werden.

Das bedeutet, dass die verschiedenen Materialschichten unterschiedliche Funktionen erfüllen können.

Zum Beispiel:

Außenschicht → Sorgt für Struktur und Optik

Mittelschicht → Bietet Barriereeigenschaften

Innenschicht → Steht in direktem Kontakt mit der Formulierung und gewährleistet die Kompatibilität

Wenn eine Standard-Monolayer-Kunststofftube die Anforderungen der Rezeptur nicht erfüllen kann, bieten sich daher an:

Koextrudierte Kosmetiktuben

Diese Art von Struktur eignet sich besonders für:

  • Sonnenschutzprodukte
  • Wirkstoffkosmetik
  • Parfümierte Produkte
  • Pflegeprodukte für empfindliche Haut
  • Sauerstoffempfindliche Rezepturen

Der Vorteil der Koextrusionstechnologie liegt darin, dass:

verschiedene Schichten unterschiedliche Funktionen übernehmen.

Es geht nicht bloß darum, die Tube „hochwertiger“ zu machen, sondern um ein maßgeschneidertes verpackungstechnisches Design für die jeweilige Rezeptur.

4. Kosmetische Laminattuben

Laminattuben sind Tuben, die aus mehrschichtigen Folienmaterialien hergestellt werden.

Im Gegensatz zu herkömmlichen extrudierten Tuben läuft die Herstellung von Laminattuben typischerweise so ab:

Zuerst wird eine mehrschichtige Verbundfolie hergestellt → daraus wird anschließend der Tubenkörper geformt.

Laminattuben sind ideal für Marken, die folgende Faktoren berücksichtigen müssen:

  • Barriereeigenschaften
  • Flexibilität
  • Bedruckbarkeit
  • Individuelle Gestaltung des Erscheinungsbilds
  • Rezepturkompatibilität

Zwei besonders wichtige Typen sind:

ABL und PBL

Sie sehen sich optisch oft sehr ähnlich, unterscheiden sich jedoch in ihren internen Barrierestrukturen.

Dies wirkt sich wiederum aus auf:

  • Produktschutz
  • Flexibilität
  • Nachhaltigkeit
  • Kosten
  • Späteres Recycling

5. ABL-Tuben – Aluminium-Kunststoff-Verbundtuben mit Barriere

ABL = Aluminium Barrier Laminate

Auf Deutsch versteht man darunter im Allgemeinen:

Aluminium-Kunststoff-Verbundtuben mit Barrierefunktion

Wie der Name schon sagt, enthält der mehrschichtige Aufbau eine sehr dünne Aluminium-Barriereschicht.

Die Aluminiumschicht bietet eine starke:

  • Sauerstoffbarriere
  • Lichtbarriere
  • Feuchtigkeitsbarriere

Für Produkte, die eine hohe Barriereleistung erfordern, sind ABL-Tuben daher eine hervorragende Wahl.

Zum Beispiel:

  • Sonnenschutzmittel
  • Funktionale Hautpflege
  • Spezialcremes
  • Spezialkosmetik
  • Produkte, die empfindlich auf äußere Umwelteinflüsse reagieren

Marken sollten in Betracht ziehen:

ABL-KosmetiktubenEin weiteres Merkmal von ABL ist die einzigartige metallische Haptik und Optik.

Durch unterschiedliche Druck- und Oberflächenbehandlungen lässt sich Folgendes erzielen:

  • Metallic-Effekt
  • Premium-Anmutung
  • Professioneller Look
  • Medizinisch-ästhetischer Look
  • High-Tech-Anmutung

Es ist jedoch zu beachten:

Da ABL eine Aluminiumschicht enthält, ist die Materialstruktur komplexer als bei einer reinen Kunststofftube.

Bei der Planung nachhaltiger Verpackungen sollte daher Folgendes abgewogen werden:

Produktschutzleistung + Verpackungslebenszyklus + Recyclingsystem des Zielmarktes

6. PBL-Tuben – Kunststoff-Verbundtuben mit Barriere

PBL = Plastic Barrier Laminate

Auf Deutsch versteht man darunter:

Vollkunststoff-Verbundtuben mit Barrierefunktion.

Der größte Unterschied zwischen PBL und ABL ist:

ABL verwendet eine Aluminium-Barriereschicht, während PBL Kunststoff-Barrierematerialien nutzt.

Beispielsweise kann EVOH als Hochbarrierematerial in mehrschichtigen Kunststoffstrukturen eingesetzt werden.

PBL ermöglicht bis zu einem gewissen Grad die Kombination aus:

Barriereleistung + Flexibilität + Vollkunststoff-Substratstruktur.

Sie eignen sich für:

  • Hochwertige Hautpflegeprodukte
  • Seren
  • Cremes
  • Reinigungsprodukte
  • Hautpflegeprodukte
  • Bestimmte empfindliche Produktrezepturen.

Für Marken, die fortschrittliche Kunststoffverpackungen entwickeln:

PBL-Kosmetiktuben sind eine Struktur, die eine Prüfung wert ist.

Es ist jedoch wichtig zu beachten:

Nicht alle PBL-Tuben können pauschal als „recycelbar“ eingestuft werden.

Die Recyclingfähigkeit hängt letztlich ab von:

  • dem spezifischen Materialaufbau,
  • den in den einzelnen Schichten verwendeten Materialien,
  • den lokalen Recyclinganlagen und
  • dem Recyclingsystem des jeweiligen Zielmarktes.

Marken können daher nicht einfach davon ausgehen, dass ein Produkt umweltfreundlich oder recycelbar ist, nur weil es die Bezeichnung „PBL“ trägt.

7. Aluminium-Kosmetiktuben

Aluminium-Kosmetiktuben sind ebenfalls eine wichtige Art von Kosmetikverpackungen.

Sie unterscheiden sich von ABL (Aluminium-Verbundmaterial).

ABL besteht aus:

Kunststoff + Aluminium-Barriereschicht + Kunststoff

Klassische Aluminiumtuben hingegen bestehen aus:

Aluminium als primärem Tubenmaterial.

Aluminium bietet überlegene Eigenschaften bezüglich:

  • Lichtschutz
  • Sauerstoffbarriere
  • Feuchtigkeitsbarriere

Daher eignet es sich ideal für Produkte mit hohen Schutzanforderungen.

Zum Beispiel:

  • Funktionale Hautcremes
  • Professionelle Hautpflegeprodukte
  • Salbenartige Produkte
  • Spezialkosmetik

Aluminiumtuben haben zudem eine sehr charakteristische Eigenschaft:

Sie behalten nach dem Zusammendrücken ihre Verformung bei – im Gegensatz zu Kunststofftuben, die elastisch in ihre ursprüngliche Form zurückfedern.

Dadurch können Verbraucher die Entnahme durch gezieltes Drücken präzise dosieren.

Sie unterscheiden sich von Kunststofftuben jedoch in:

  • Abfüllung
  • Versiegelung / Falzung
  • Herstellungsprozess
  • Optik und Haptik

Wenn eine Marke also folgendes erwägt:

Kosmetiktuben aus Aluminium muss vorab geprüft werden, ob der gesamte Produktions- und Abfüllprozess damit kompatibel ist.

8. PCR-Kosmetiktuben

Mit der steigenden Nachfrage nach nachhaltigen Verpackungen hat sich eine weitere Tubenart auf dem Markt etabliert:

PCR-Kosmetiktuben.

PCR steht für:

Post-Consumer Recycled

Das bedeutet:

Recycelte Materialien aus Verbraucherabfällen.

Es wird nicht ausschließlich Neukunststoff (Virgin Plastic) verwendet, sondern ein bestimmter Anteil an Post-Consumer-Rezyklat in die Verpackung eingearbeitet.

Für Marken, die ihren Einsatz von neuem Kunststoff reduzieren möchten:

PCR-Kosmetiktuben

stellen eine prüfenswerte Option dar.

Allerdings können PCR-Materialien Folgendes beeinflussen:

  • Farbkonsistenz
  • Oberflächengüte
  • Materialeigenschaften
  • Bedruckbarkeit
  • Kosten

So können manche PCR-Materialien beispielsweise leichte Farbabweichungen aufweisen.

Marken sollten daher vor der Massenproduktion idealerweise echte Muster anfertigen und freigeben.

9. Biobasierte Kosmetiktuben

Eine weitere zukunftsweisende Verpackungsart sind:

Biobasierte Tuben.

Biobasierte Kunststoffe nutzen nachwachsende Rohstoffe, anstatt sich vollständig auf fossile Ressourcen zu stützen.

Zum Beispiel:

PE auf Zuckerrohrbasis

ein typisches Beispiel für ein biobasiertes Material.

Hierbei gilt ein sehr wichtiges Konzept:

Biobasiert ist nicht gleich biologisch abbaubar.

Mit anderen Worten:

Biobasiert ≠ Biologisch abbaubar.

Beispielsweise kann biobasiertes PE ähnliche Eigenschaften wie herkömmliches PE aufweisen, die Rohstoffquelle ist jedoch eine andere.

Für Marken, die eine umweltfreundliche Hautpflegelinie kreieren möchten:

Umweltfreundliche Kosmetiktuben gibt es nicht nur einen einzigen Weg, dies zu erreichen.

Mögliche Ansätze sind:

  • PCR-Materialien
  • Biobasierte Materialien
  • Monomaterial-Strukturen
  • Gewichtsreduktion (Lightweighting)
  • Reduzierter Materialeinsatz
  • Verpackungsstrukturen, die mit lokalen Recyclingsystemen kompatibel sind

Letztlich sollte die Wahl auf den tatsächlichen ökologischen Zielen der Marke basieren.

10. Airless-Tubenverpackungen

Airless ist ein spezielles Spendersystem im Bereich der Tubenverpackungen.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Quetschtuben nutzen Airless-Systeme einen internen Mechanismus, der das Produkt in Richtung Spenderöffnung befördert, anstatt sich ausschließlich auf das Drücken der Tube durch den Verbraucher zu verlassen.

Dies eignet sich für Marken, die Folgendes erreichen möchten:

  • Gleichmäßigere und stabilere Dosierung
  • Ein noch hochwertigeres Benutzererlebnis
  • Reduzierter Luftkontakt während des Gebrauchs
  • Bessere Restentleerung des Produkts
  • Präziseres Pumpen

Mögliche Anwendungsbereiche sind:

  • Gesichtsseren
  • Premium-Gesichtscremes
  • Hautpflegeprodukte
  • Empfindliche Hautpflegeformulierungen
  • Bestimmte Make-up-Produkte

Marken können prüfen:

Airless-Tubenverpackungen Airless ist jedoch nicht automatisch besser, nur weil es „technisch komplexer“ ist.

Folgende Faktoren müssen stets berücksichtigt werden:

Rezeptur + Viskosität + Dosiermenge + Verpackungskosten + Anwendungsverhalten der Verbraucher.

11. Applikatortuben

Nicht alle Kosmetiktuben funktionieren nach dem einfachen Prinzip:

Produkt ausdrücken → Mit der Hand auftragen.

Einige Tuben sind mit einem integrierten Applikator ausgestattet.

Zum Beispiel:

  • Schräger Applikatorkopf
  • Pinselkopf / Bürstenkopf
  • Roll-on-Kugel
  • Metallkopf (z. B. mit Kühleffekt)
  • Silikonkopf
  • Präzisionsdüse

Diese Konstruktionen verändern die Art und Weise, wie Verbraucher das Produkt anwenden.

Zum Beispiel:

Augenpflegeprodukte erfordern oft eine feine Präzisionsspitze.

Lippenprodukte benötigen andere Kontaktflächen.

Daher gilt:

Kosmetische Applikatortubeneignen sich besonders für Produkte, bei denen:

„Die Art der Anwendung Teil des Produkterlebnisses ist.“

In diesem Fall ist die Tube nicht mehr nur ein Behälter,

sondern vielmehr: „Verpackung + Applikationswerkzeug“ in einem.

12. Was sind die Unterschiede zwischen den verschiedenen Tubenarten?

Die folgende Tabelle bietet einen schnellen Überblick:

Tubentyp Hauptmerkmale Mögliche Anwendungen
Extrudierte PE-Tube Flexibel, gut kalkulierbare Kosten Cremes, Lotionen, Gesichtsreiniger
Einschichtige Tube (Monolayer) Einfacher Materialaufbau Tägliche Basishautpflege
Koextrudierte Tube Mehrschichtige Funktionsstruktur Empfindliche Rezepturen, Sonnenschutz
ABL-Tube Aluminium-Barriereschicht Hohe Barriereanforderungen
PBL-Tube Kunststoff-Barrierestruktur Hochwertige Hautpflege
Aluminiumtube Hohe Barriere, behält Form nach dem Drücken Professionelle Hautpflege, Spezialprodukte
PCR-Tube Enthält recycelten Kunststoff Umweltfreundliche Produkte
Biobasierte Tube Verwendet nachwachsende Rohstoffe Ökologische Hautpflege
Airless-Tube Kontrollierte Entnahme Seren, Kuren, High-End-Hautpflege
Applikatortube Integrierte Auftragsfunktion Augen-, Lippen- und Spezialprodukte

Dieser Vergleich verdeutlicht:

Es gibt nicht die eine „beste Kosmetiktube“, die für alle Produkte gleichermaßen passt.

Die wirklich passende Tube hängt ab von:

Rezeptur + Anwendung + Produktpositionierung + Barrierebedarf + Kosten + Nachhaltigkeitszielen.

13. Wie wählt man die richtige Kosmetiktube aus?

Vor der Auswahl und Beschaffung einer Kosmetiktube sollten Marken folgende Aspekte genau prüfen:

① Viskosität der Rezeptur

Ist Ihr Produkt:

  • Flüssig?
  • Eine Lotion?
  • Eine Creme?
  • Eine reichhaltige/feste Creme?
  • Ein Gel?
  • Eine Salbe?

Je dickflüssiger das Produkt ist, desto wichtiger sind reale Entnahmetests.

② Empfindlichkeit der Rezeptur

Benötigt Ihre Formulierung zusätzlichen Schutz vor:

  • Sauerstoff?
  • Licht?
  • Feuchtigkeit?
  • Verlust von Duftstoffen?

Lautet die Antwort „Ja“, ist eine standardmäßige einschichtige Tube möglicherweise nicht die optimale Wahl.

③ Produktpositionierung

Gehört Ihr Produkt zu den:

  • Massenkonsumgütern?
  • Professionellen Produkten?
  • Premium-Produkten?
  • Luxusprodukten?
  • Ökologischen / nachhaltigen Produkten?

Die Verpackung sollte stets mit der Produktpositionierung harmonieren.

④ Füllmenge / Volumen

Zum Beispiel:

Ein 15-ml-Augenpflegeprodukt

im Vergleich zu:

Einer 200-ml-Körperlotion

Beide erfordern offensichtlich völlig unterschiedliche Verpackungsansätze.

⑤ Entnahme- bzw. Dosiermethode

Wie entnimmt der Verbraucher das Produkt:

  • Durch Drücken der Tube?
  • Über einen Pumpspender?
  • Durch direktes Auftragen?
  • Mithilfe eines speziellen Applikators?

Diese Frage sollte vor der Festlegung der endgültigen Tubenstruktur geklärt sein.

⑥ Nachhaltigkeitsanforderungen

Wenn die Marke Wert auf Umweltschutz legt, kommen infrage:

  • PCR- oder biobasierte Materialien
  • Monomaterial-Strukturen
  • Gewichtsreduktion
  • Reduzierter Materialeinsatz
  • Konstruktionen, die mit den Recyclingsystemen der Zielmärkte kompatibel sind

Gehen Sie jedoch nicht einfach davon aus, dass eine Verpackung mit der Kennzeichnung:

„Eco-Friendly“

automatisch umweltfreundlicher ist.

Dies muss immer ganzheitlich anhand der gesamten Verpackungsstruktur und des Lebenszyklus bewertet werden.

Zusammenfassung

Fazit:
Welche verschiedenen Arten von Tuben gibt es?

In der Kosmetik- und Hautpflegeverpackungsbranche gehören zu den gängigen Tubentypen:

Extrudierte Kunststofftuben, einschichtige Tuben, koextrudierte Tuben, Verbund-/Laminattuben, ABL-Tuben, PBL-Tuben, Aluminiumtuben, PCR-Tuben, biobasierte Tuben, Airless-Tuben und Applikatortuben.

Jede Struktur löst eine andere spezifische Anforderung.

Zum Beispiel:

Standard-PE-Tuben sind oft ideal für alltägliche Feuchtigkeitscremes.

Koextrudierte oder Laminattuben eignen sich besser für Rezepturen, die höhere Barriereeigenschaften verlangen.

ABL-Tuben bieten den hervorragenden Barriereschutz einer Aluminiumschicht.

PBL-Tuben bieten eine Barrierefunktion auf reiner Kunststoffbasis.

Aluminiumtuben garantieren maximalen Produktschutz und ein charakteristisches Verformungsverhalten beim Ausdrücken.

PCR- und biobasierte Tuben unterstützen verschiedene nachhaltige Verpackungsstrategien.

Airless- und Applikatortuben konzentrieren sich vor allem auf:

Dosiersysteme und das Anwendererlebnis.

Daher gilt:

Die beste Kosmetiktube ist nicht zwingend die teuerste und auch nicht unbedingt die strukturell komplexeste.

Eine wirklich passende Tube ist abgestimmt auf:

Rezeptur + Barriereanforderungen + Entnahmemethode + Füllmenge + Markenpositionierung + Produktionsanforderungen + Nachhaltigkeitsziele

Für Marken, die neue Hautpflege- oder Kosmetikprodukte entwickeln, ist die Zusammenarbeit mit einem professionellen:

Hersteller von Kosmetiktubenverpackungen

entscheidend, um verschiedene Tubenstrukturen zu evaluieren, Kompatibilitätstests durchzuführen und die passenden Parameter zu bestimmen:

Materialien + Größe + Verschluss + Veredelung + Spender-/Entnahmestruktur

Das oberste Ziel lautet nicht bloß:

„Eine hübsche Tube auswählen.“

Sondern vielmehr:

„Eine Tube wählen, die von der Abfülllinie bis zum Endverbraucher einwandfrei funktioniert.“

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was sind die gängigsten Kosmetiktuben?

Zu den weit verbreiteten Typen gehören:

  • Extrudierte PE-Kunststofftuben
  • Verbund-/Laminattuben
  • Koextrudierte Tuben
  • ABL-Tuben
  • PBL-Tuben
  • Aluminiumtuben und PBL-Tuben

Was ist der Unterschied zwischen ABL- und PBL-Tuben?

ABL = Aluminium Barrier Laminate

Dies ist eine Aluminium-Kunststoff-Verbundtube, die Aluminium als interne Barriereschicht nutzt.

PBL = Plastic Barrier Laminate

Dies ist eine Kunststoff-Verbundtube, die Kunststoff-Barrierematerialien wie EVOH verwendet.

Beide unterscheiden sich typischerweise in:

  • Barriereleistung
  • Materialaufbau
  • Optik und Haptik
  • Flexibilität
  • Recyclingwegen

Welche Kosmetiktube eignet sich am besten für Sonnenschutzmittel?

Es gibt keine Universaltube, die für alle Sonnenschutzmittel gleichermaßen ideal ist.

Je nach Sonnenschutzrezeptur kommen für Marken in Betracht:

  • Koextrudierte PE-Tuben
  • PBL-Tuben
  • ABL-Tuben
  • Andere Hochbarriere-Strukturen

Letztlich sollten immer Tests auf Basis der konkreten Rezeptur und der benötigten Barriereeigenschaften durchgeführt werden.

Können Aluminiumtuben für Kosmetik verwendet werden?

Ja.

Aluminiumtuben können eingesetzt werden für bestimmte:

  • Hautpflegeprodukte
  • Funktionale Hautpflege
  • Spezialkosmetik
  • Cremeprodukte

Sie eignen sich besonders für Produkte, bei denen Lichtschutz, maximale Barrierewirkung und ein professionelles Erscheinungsbild im Vordergrund stehen.

Was ist eine PCR-Kosmetiktube?

PCR steht für:

Post-Consumer Recycled

Das bedeutet: recycelte Kunststoffe aus Haushalts- und Verbraucherabfällen.

Die Beigabe eines bestimmten Anteils an Post-Consumer-Rezyklat bei PCR-Kosmetiktuben hilft Marken, ihre Abhängigkeit von Neukunststoffen zu verringern.

Das tatsächliche Erscheinungsbild, die Leistungsfähigkeit und die Recyclingfähigkeit von PCR müssen jedoch anhand der spezifischen Materialzusammensetzung und des Zielmarktes beurteilt werden.

Können PBL-Tuben recycelt werden?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten.

Ob sie recycelt werden können, hängt ab von:

  • dem konkreten Materialaufbau,
  • den Materialien der einzelnen Schichten,
  • den lokalen Sammel- und Sortiersystemen,
  • der Recycling-Infrastruktur im jeweiligen Zielmarkt.

Marken sollten daher nicht automatisch davon ausgehen, dass ein Produkt recycelbar ist, nur weil es die Bezeichnung „PBL“ trägt.








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